Projekt Sambia


Einbindung von Kleinbauern in die Wiederaufforstung durch
Technologie und Supply Chain Management

Sambia ist eines der ärmsten Länder der Welt, und die Abholzung großer Teile seiner Wälder bildet die Existenzgrundlage für die lokale Bevölkerung. In der Region Copperbelt waren nach dem Zusammenbruch der Bergbauindustrie zahlreiche Menschen dazu gezwungen, in der Landwirtschaft und in der Holzkohleherstellung zu arbeiten, was zu einer massiven Abholzung des Miombowaldes führte. WeForest arbeitet zusammen mit den Landwirten an der ökologischen Wiederaufforstung und der Entwicklung einer nachhaltigen Existenzsicherung, um dem Verlust des Waldes entgegenzuwirken und lokale Märkte zu fördern, welche eine nachhaltige Alternative zur Holzkohle darstellen.

Warum Massnahmen erforderlich sind

Sambia hat eine der höchsten Entwaldungsraten der Welt und verliert jährlich etwa 300 000 Hektar Wald. In der Copperbelt Provinz findet eine extreme  Abholzung des dort heimischen Miombowaldes statt. Entlang des Copperbelt gehört die Holzkohleherstellung zu den Hauptfaktoren für die Rodung des Waldes. Bisher gab es für die Landwirte kaum Gründe, sich ihren Lebensunterhalt auf eine nachhaltigere Weise zu verdienen. Da die Waldressourcen aber rasant zurückgehen, ist es von entscheidender Bedeutung, die Bevölkerung mithilfe der Entwicklung einer nachhaltigen Existenzsicherung beim Waldschutz und der Wiederaufforstung zu unterstützen.

Projektziele und wie wir sie erreichen

 

WeForest hat sich mit der Luanshya Farmer Cooperative Union sowie privaten Unternehmen zusammengeschlossen, um die Entwicklung einer soliden und nachhaltigen Existenzsicherung zu fördern. Diese Agrargenossenschaft wird darin unterstützt, Landwirte einzustellen und Maßnahmen für die Schaffung einer Lebensgrundlage zu ergreifen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen degradierte Waldstücke des Miombowaldes (Waldparzellen auf Farmen) mit einer Mindestgröße von 0,5 Hektar sowie die Ausbildung von Landwirten in der unterstützten Regeneration der Natur, um ihre Waldstücke zu rekultivieren. Die Landwirte werden durch verschiedene Programme darin ausgebildet, sich selbst eine nachhaltige Lebensgrundlage zu verschaffen, und verkaufen ihre Holz- sowie ihre Nichtholzerzeugnisse an den privaten Sektor. Die Biomasse wird auf nachhaltige Weise in den Miombo-Waldparzellen abgeerntet und an ein einheimisches Unternehmen verkauft, das sie zu Hackschnitzeln verarbeitet. Die Hackschnitzel dienen als Brennmaterial für umweltfreundliche Peko-Pe-Kocher und werden in Kombination mit diesen Kochern angeboten, um so eine Alternative zur Holzkohle zu bieten. Die Landwirte nehmen außerdem die nachhaltige Holz- und Honigproduktion auf. Einheimische Frauen betreiben zuhause kleine Baumschulen mit Obstbäumen, die vom Projekt erworben werden, um die Landwirtinnen mit den besten Erträgen zu honorieren. Dieses Modell ist explizit auf Frauen ausgerichtet, um sie darin zu bestärken, als Unternehmerinnen tätig zu werden. 

Baumarten

Albizia spp.
Brachystegia spp.
Combretum spp.
Isoberlinia spp.
Julbernardia paniculata
Pterocarpus angolensis